09.09.2026 Bioökonomie, Horizont Europa, Klima, Lebensmittel und Landwirtschaft, Umwelt
Handlungsempfehlungen des Standing Committee on Agricultural Research für eine resiliente Bioökonomie
Die Arbeitsgruppe Bioökonomie des Standing Committee on Agricultural Research (SCAR) hat einen Policy Brief veröffentlicht, der dringende Forschungs- und Innovationsbedarfe für eine widerstandsfähige Bioökonomie in Zeiten von multiplen Krisen aufzeigt. Im Fokus stehen insbesondere Maßnahmen rund um Governance, Echtzeit-Datenüberwachung und regionale Notfallpläne für Agierende in den Wertschöpfungsketten der Bioökonomie.
Die SCAR Working Group Bioeconomy hat am 04. September 2026 einen Policy Brief veröffentlicht, der sich mit der Resilienz der Bioökonomie im Kontext der Polykrise beschäftigt. Angesichts gleichzeitiger und sich gegenseitig verstärkender Krisen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und geopolitischen Spannungen betont das Paper die Notwendigkeit, die Bioökonomie widerstandsfähiger zu gestalten.
Der Policy Briefidentifiziert drei zentrale Schwächen, die gezielt angegangen werden müssen. Fragmentierte Governance-Systeme, fehlende Echtzeit-Datenintegration sowie strukturelle Anfälligkeiten in Wertschöpfungsketten. Zudem wird die Entwicklung interoperabler Datenplattformen gefordert, die eine Echtzeit-Überwachung von Biomasseflüssen und Lieferketten ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung regionaler Akteure. Hier werden modulare Bioraffinerien, diversifizierte Wertschöpfungsketten und regionale Notfallpläne als zentrale Maßnahmen genannt, um die Anfälligkeit gegenüber Krisen zu verringern.
Das Papier unterstreicht die Bedeutung einer abgestimmten Nutzung von EU-Instrumenten wie Horizont Europa, dem Europäischen Wettbewerbsfonds und den Nationalen Aufbau- und Resilienzplänen, um die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen zu unterstützen.
Der vollständige Policy Brief steht auf dieser Webseite des SCAR zur Verfügung.