30.01.2026 Klima, Lebensmittel und Landwirtschaft

Kohlenstoffspeicherung in der Landwirtschaft: Kommission bittet um Stellungnahmen zu künftigen Regelungen

Die Europäische Kommission bittet in einer öffentlichen Konsultation um Stellungnahmen zu den vorgeschlagenen Zertifizierungsmethoden für die Kohlenstoffspeicherung in der Landwirtschaft. Mit den Rückmeldungen sollen die Regeln praxistauglich weiterentwickelt und transparent ausgestaltet werden.

Arbeit auf Kartoffelacker
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Ziel der Zertifizierung ist es, die Kohlenstoffspeicherung in Wäldern und Böden zu verbessern, was in der Land- und Forstwirtschaft finanzielle Vorteile bringen kann. Interessengruppen und Unternehmen, die an Aktivitäten zur Kohlenstoffbindung beteiligt sind, können Ihr Feedback abgeben. Stellungnahmen können bis zum 19. Februar 2026 eingereicht werden. Zudem werden die vorgeschlagenen Regeln in der Expertengruppe für Kohlenstoffentnahme am 5. Februar diskutiert.

Verschiedene Methoden sollen dabei helfen, die CO₂‑Entnahme zu zertifizieren, was als Grundlage für Zahlungen an in der Landwirtschaft Tätige dienen soll. Die Kommission entwickelt Zertifizierungsmethoden, um die flächenbewirtschaftenden Betriebe und Organisationen dabei zu unterstützen, klimafreundliche Praktiken wie die Wiedervernässung und Wiederherstellung von Mooren und Maßnahmen zum Bodenschutz zu ermöglichen. Diese Zahlungen sollen das Einkommen von in der Land- und Forstwirtschaft Tätigen ergänzen und den Übergang zu nachhaltigeren Produktionssystemen unterstützen.

Die eingehenden Stellungnahmen fließen in die Ausarbeitung der endgültigen Zertifizierungsregeln ein. Die EU‑Verordnung über Kohlenstoffentfernungen und Kohlenstoffanbau (CRCF) aus dem Jahr 2024 schafft dafür erstmals einen freiwilligen Zertifizierungsrahmen auf EU‑Ebene. Damit sollen die Prüfungskriterien für nachhaltige Maßnahmen europaweit besser aufeinander abgestimmt und zugleich Transparenz sowie Verantwortlichkeit bei der Reduktion von Kohlenstoffemissionen gestärkt werden.

Weitere Informationen und den Zugang zum Rückmeldungsportal finden Sie auf der Webseite der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland.