26.10.2026 Bioökonomie, Circular Economy, Horizont Europa, Umwelt
EU beschleunigt die Markteinführung biobasierter Lösungen
Die EU-Kommission hat beim Global Bioeconomy Summit in Dublin die Bio-based Europe Alliance ins Leben gerufen. Sie vernetzt Akteure entlang der gesamten biobasierten Wertschöpfungskette. Damit will die Allianz verlässliche Nachfragesignale setzen und Investitionen in biobasierte Produkte und Technologien ankurbeln.
EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall hat die Bio-based Europe Alliance (BEA) auf dem Global Bioeconomy Summit in Dublin gestartet. Über 100 Organisationen aus ganz Europa haben sich der Initiative angeschlossen.
Die Allianz greift eine Kernherausforderung der EU-Bioökonomie-Strategie auf. Viele Unternehmen schaffen es nicht vom Demonstrations- in den kommerziellen Einsatz, weil biobasierte Produkte wenig sichtbar sind und die Nachfrage schwankt. Die BEA entwickelt Lead-Märkte, schafft Investitionssicherheit und verringert die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Vorhersehbare Nachfrage eröffnet Landbewirtschaftende neue Absatzmärkte.
Parallel startete auf dem Summit die International Bioeconomy Solutions Library. Die Online-Plattform bündelt erprobte Bioökonomie-Lösungen aus aller Welt und macht sie für Politik, Wirtschaft und Forschung zugänglich. Damit lassen sich erfolgreiche Ansätze etwa aus Bioraffinerien oder der stofflichen Nutzung von Reststoffen leichter auf andere Regionen und Branchen übertragen.
Den Rahmen liefert der Global Bioeconomy Policy Report 2026, der ebenfalls auf dem Summit vorgestellt wurde. Inzwischen haben 63 Länder und Regionen eigene Bioökonomie-Maßnahmen beschlossen. Die Auswertung umfasst 217 politische Dokumente aus 74 Ländern und Makroregionen, darunter 67 eigenständige Bioökonomie-Strategien.
Weitere Informationen erhalten Sie auf dieser Seite der EU-Kommission.