19.10.2026 Horizont Europa

EU Rat stellt Zugang zu Horizont Europa für Ungarische Universitäten wieder her

Der EU-Rat hat beschlossen, die Sperrung der Horizont Europa Mittel für Ungarn aufzuheben und gleichzeitig 4,2 Mrd. € eingefrorener Kohäsionsmittel freizugeben. Der Schritt beendet einen fast vierjährigen Streit zwischen Brüssel und Budapest über die Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit und akademischer Freiheit.

Ein Vertrag liegt auf einem Tisch. Auf dem Vertrag liegen ein Stift und eine EU-Flagge.
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Durch die Aufhebung können die vorher ausgeschlossenen ungarischen Forschungseinrichtungen und Hochschulen wieder an Horizont-Europa‑Projekten mitwirken. Für Antragstellende aus Deutschland heißt das konkret, dass alle ungarischen Forschungseinrichtungen wieder als Finanzhilfeempfänger in Projekten mit aufgenommen werden können. Die Wiederherstellung ist an die Fortführung von Reformen geknüpft, die die von der Kommission geforderten Kriterien zu Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung und der Auflösung umstrittener Stiftungstrukturen erfüllen sollen. Nach Aussage des Rates haben die ergriffenen Maßnahmen die zuvor festgestellten Verstöße weitgehend behoben und das Unionsbudget geschützt.

Die Kommission plant, weitere 10  Mrd. € aus dem NextGenerationEU‑Erholungsfonds sowie 2,2 Mrd. € für die Umsetzung von Meilensteinen zur akademischen Freiheit bereitzustellen.