06.10.2026 Horizont Europa, Klima, Missionen, Natürliche Ressourcen, Umwelt

Copernicus Report: Ozeane verändern sich in alarmierendem Tempo

Der Copernicus Marine Service legt die zehnte Ausgabe des Ocean State Reports vor. Die Daten belegen beschleunigte Erwärmung, steigende Meeresspiegel und stärkere Versauerung mit Folgen für Ökosysteme und Küstenregionen. Zugleich zeigt er, wie Ozeanbeobachtung bei der Anpassung hilft.

Luftansicht mit einem bewaldeten Strand auf der linken Seite und auf der rechten Seite das Meer.
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Der 10. Copernicus Ocean State Report (OSR10) zeichnet das Bild eines Ozeans, der sich tiefgreifend verändert. Die Auswertung aktueller Satellitendaten, Vor-Ort-Messungen und Modellierungen zeigt eine fortschreitende Erwärmung der Meere mit weitreichenden Folgen für marine Ökosysteme, Küstenräume und die dort lebenden Gemeinschaften. Der Bericht bündelt die Beiträge von 125 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Europa und weiteren Weltregionen und liefert eine umfassende Grundlage für die Beobachtung und Bewertung von Veränderungen in den Weltmeeren und den europäischen Regionalmeeren.

Die Ergebnisse weisen auf eine Ozeanerwärmung in besorgniserregendem Tempo hin. Laut Bericht hat diese Entwicklung weitreichende Auswirkungen auf die Meeresfauna und -flora, auf Küstenregionen sowie auf Gemeinschaften, die in engem Zusammenhang mit dem Meer leben. Gleichzeitig verweist der Bericht auf einen sich im Pazifik entwickelnden El-Niño-Zustand, der als möglicherweise beispiellos beschrieben wird.

Der Ocean State Report ist ein zentrales Instrument des Copernicus Marine Service zur regelmäßigen Berichterstattung über den Zustand der Meere. Er vereint Informationen zum sogenannten „Blauen“, „Grünen“ und „Weißen“ Ozean und liefert damit eine umfassende Betrachtung physikalischer, biologischer und eisbezogener Entwicklungen. Ziel ist es, eine belastbare Wissensgrundlage für Wissenschaft, Politik und weitere Entscheidungstragende bereitzustellen. EU-Kommissar Andrius Kubilius betont die strategische Rolle von Copernicus und verstärkt die Ozeanbeobachtung über die Initiative OceanEye.

Weitere Details und Ergebnisse des Berichts erhalten Sie auf der Webseite von Copernicus.